STADT - LAND - KUNST

Jedes meiner Kunstwerke ist eine komplexe Kombination aus Programmen, Intuition, sensorischer Aktivierung und ästhetischem Gebilde:

Wo fängt das an mit der Linie, die das Chaos zum Kosmos formt, das noch nicht Denkbare geprobt wird – die Grenzüberschreitung, die Orte besetzt und aktiviert.
Das Illegale, Transmediale – wo ist das radikal Neue – wie transportiert sich das Was?

Das in den Schatten gefallene, nicht Sichtbare, in die Wirklichkeit zu Übersetzende –
Vergangenes, Vergessenes sichtbar zu Machende, ans Licht zu Holende?
Was ist die Aufgabe?
Den Nullpunkt herstellen – Raum beschaffen – Frauen aktivieren – aus Nichts was machen. Gedanken formen – des idées!
Wo sind die neuen, auch von Frauen formulierten Ziele, die den gesellschaftlichen Fortschritt transportieren? Ökonomie ist nicht alles!
Wie sieht das aus mit der in den Hintergrund getretenen weiblichen Schöpfungsmacht, die eng in und mit der Natur, deren Wachstumskraft und Wachstumsprinzipien – immanent mit der "Weisheit" verbunden ist.
Das Aufspüren dieser Immanenz, der innewohnenden Struktur – dem generierenden Prinzip - mit den Mitteln der Performance und multimedialen Rauminszenierung sichtbar und erlebbar zu machen, ist Leitlinie meiner künstlerischen Arbeit.

Was ich dabei herausgefunden habe ist, dass es in oder durch die Linie begrenzte Feld – Form – Feldern nicht nur um die Proportionen, die Farbe, den Klang geht sondern um den genau richtigen Platz, die Position – wo das immanente Potential am Größten ist – die Schnittstelle der Polaritäten - der Springpunkt, wo der Pegasus abhebt.

27. Januar 2007 Berlin Rotraud von der Heide